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Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V.

News

25.09.2008 UMIT – The Health and Life Sciences University – Hall in Tirol Notfallseelsorger nahmen an internationaler Tagung zur Krisenintervention und Notfallpsychologie in Hall (Tirol) teil

Ein besonderes Augenmerk bei Einsätzen und Ausbildung legen die Frauen und Männer der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg bisher auf die Betreuung von Kindern im Einsatz. Sechs Mitarbeiter/innen nahmen daher an der 7. Internationalen Tagung vom 18. bis 21. September in Hall (Tirol) mit dem Thema „Kinder, Jugendliche und Erwachsene“ teil.

Wenn bei einem Notfalleinsatz Kinder betroffen sind, erleben die Mitarbeiter/innen der Notfallseelsorge oftmals, dass anwesende Erwachsenen glauben, die Kinder schützen zu können, indem sie sie aus der „Szene“ entfernen. Sie bedenken dabei jedoch nicht, dass ihre Schützlinge je nach Alter sehr wohl mitbekommen, wenn angenehme und gleichermaßen schreckliche Dinge um sie herum geschehen.

Kinder machen sich ein Bild
Besonders hellhörig reagieren Kinder und Jugendliche, wenn Erwachsene in „Geheimsprache sprechen“. Sie fühlen die „fehlende Sprache“ und in ihrem Kopf entsteht ein Bild, das die Sachinformationen der Erwachsenen mit den erspürten Gefühlsregungen vermischt. Dieses Bild prägt Kinder für ihr Leben und in besonderen Situationen erleiden sie ein Trauma, dass die Fäden des Lebens neu webt und für immer beeinflusst.


Kinder trauern anders
Die Betreuung von betroffenen Kindern in Krisen- und Trauersituationen stellt eine große Herausforderung für alle Einsatzkräfte. Selbst „Profis“ sind angesichts weinender oder gar schreiender Kinder sehr schnell überfordert und es entsteht das Gefühl der Hilflosigkeit.
Es bedarf eines hohen Maßes an Einfühlungsvermögen und großem Verständnis für die Trauerreaktionen der Kinder, die häufig von denen der Erwachsenen abweichen.


Kinder brauchen einen sicheren Raum
Mit Kindern einen Raum suchen, in dem sie sich sicher fühlen, ist die erste Priorität. Verständnis für ihre individuellen Bedürfnisse aufzubringen ist ebenso wichtig. Erst dann kann man sie eventuell bei dem „abholen“, was sie gesehen und gehört haben, und das geht oftmals erst durch ein Lieblingsspielzeug oder ein gemaltes Bild.

Auch das Abschiednehmen von einem Toten sollte Kindern nicht vorenthalten werden. Wenn Angehörige ihre Kinder mit einbeziehen werden sie gerade durch die Unbeschwertheit der Kleinsten eine Menge Unterstützung in der Trauerarbeit erfahren.


Körper und Seele reagieren
Körper und Seele reagieren auf den tragischen Verlust. Die Reaktionen treten manchmal zeitverzögert auf, manchmal ganz unerwartet aus heiterem Himmel. Mit der Zeit werden sie meistens etwas weniger bedrohlich.


Tagung bestätigte die bisherige Arbeit
Die Tagungsinhalte bestätigten die Interventionen bei Einsätzen in der bisherigen Arbeit in vollem Maße. Mitgenommen haben die Mitarbeiter Lis Geller, Alois Heun, Walter Mayer, Eva Quillmann, Iris Schickel und Hedi Sehr neuen Mut für die künftigen Einsätze mit Kindern und Jugendlichen.


Notfallseelsorger in Hall (Tirol)

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