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Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V.

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02.08.2009 Notfallseelsorge Limburg-Weilburg erhält eine Spende in Höhe von 1.000,00 Euro von der Metzgerei Stath in Selters-Haintchen



Weit über die Grenzen von Selters-Haintchen hinaus ist die Metzgerei Ewald und Beate Stath aus Haintchen für ihre hervorragenden kulinarischen Produkte bekannt. Im Herbst vergangenen Jahres feierte das Ehepaar Stath ihre Silberhochzeit und als Geschenk baten sie die Gäste um Bares.

Für Ewald und Beate Stath war es selbstverständlich, dass sie mit diesem Geld Projekte in der Umgebung und im Kreis unterstützen wollten.
Für ihr letztes Projekt nahmen sie Kontakt mit dem Vorstandsteam der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V. auf.
So konnte das Vorstandsteam der Notfallseelsorge unter der Vorsitzenden Hedi Sehr, dem stellv. Vorsitzenden Alois Heun und dem Kassierer Martin Werner dieser Tage aus den Händen von Ewald und Beate Stath einen Scheck in Höhe von
1.000,00 Euro entgegennehmen.

In der Präambel der Satzung des Vereins Notfallseelsorge ist seit der Gründung
im Herbst 1996 zu lesen:
„In unserer Gesellschaft kommt es tagtäglich zu zahlreichen unvorhergesehen Ereignissen: Feuer, Unfälle, Erkrankungen oder soziale/psychische Probleme stürzen immer wieder Einzelne oder ganze Gruppen von Menschen in akute Krisensituationen, in denen Hilfe "von außen" notwendig ist. Ein besonderer Bedarf nach Hilfe besteht bei der seelischen Betreuung von Geschädigten und ihren Angehörigen, sowie bei der Verarbeitung belastender Erfahrungen der Helfer im Rahmen dienstlicher Einsätze. Der Verein "Notfallseelsorge Limburg-Weilburg" bemüht sich im Bewusstsein der Tradition christlicher Nächstenliebe um praktische seelsorgerliche Angebote in diesem Handlungsfeld.“

In über 1.000 Einsätzen konnten die Mitarbeiter/innen der Notfallseelsorge viele Betroffene betreuen, die Opfer einer überraschenden Situation wurden. Beispiele sind: Ein geliebter Angehöriger verstirbt entweder plötzlich zu Hause oder durch einen Verkehrsunfall. Auch durch Suizid oder plötzlichen Kindstod werden Ange-hörige aus dem Leben gerissen. Zurück bleiben Menschen, deren Leben geprägt vom Miteinander mit diesen geliebten Opfern, scheinbar so plötzlich keinen Sinn mehr macht. Die Seele der betroffenen Angehörigen ringt gleichzeitig damit, sich an das vergangene Miteinander zu klammern und das gerade Geschehene begreifen zu müssen.

In dieser Situation geht es den Mitarbeiter/innen der Notfallseelsorge darum, da zu sein für die unmittelbar Hinterbliebenen, sie an die Hand zu nehmen, damit ihre Seele begreifen lernt, was geschehen ist – für die Seele zu sorgen – Notfallseelsorge.
Eng damit verbunden ist auch ein Abschiednehmen von Toten damit die Betroffenen die Trauerarbeit angehen können, die für Jede und Jeden noch einmal eine spezielle Anforderung darstellt. Ebenso stellen sich die Mitarbeiter/innen auch der Sorge um die betroffenen Kinder in altersgerechter Form.
Die örtlich zuständigen Kath. Seelsorger und Ev. Seelsorger/innen werden entweder zeitnah oder dem Wunsch der Betroffenen entsprechend über die Situation informiert.

Die Mitarbeiter/innen der Notfallseelsorge haben allesamt eine Ausbildung in dieser Arbeit, sei es im Grundkurs, sei es in den jährlichen Ganztagsfortbildungen und auch monatlichen Dienstabenden. Rund um die Uhr stehen jeweils zwei Mitarbeiter/innen in Dienstbereitschaft und können von Notarzt, Feuerwehr und auch Betroffenen vor Ort über die Zentrale Leitstelle des Kreises Limburg-Weilburg unter der Notruf-nummer 112 angefordert werden.

Ein weiteres umfassendes Einsatzgebiet ist die Stabilisierung von Helfern der Rettungsdienste und der Feuerwehren nach tragischen Einsätzen in einer entsprechenden Einsatznachsorge.

Eine durchgeführte Studie hat festgestellt, dass ca. 70 % der Feuerwehrleute einen belastenden Einsatz durch gesunde Lebensweise sowie entsprechende Lebenserfahrung ohne Langzeiterkrankung übersteht. Es bleiben jedoch noch 30 % der Einsatzkräfte, die gefährdet sind, ein Trauma zu erleiden und aus diesem Grund dem Feuerwehrdienst langfristig nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Ergebnis dieser Studie zeigte ebenso auf, dass eine Vorbereitung als Prävention auf den Einsatzstress eine entsprechende Stressminderung erzielen kann.
Aus diesem Grund bieten wir den Einsatzkräften eine entsprechende Prävention in diesem Bereich an, um gerade auch die Feuerwehrleute in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit neben der körperlichen Fitness in psychischer Fitness zu stärken.

Alle Mitarbeiter/innen arbeiten ehrenamtlich. Um diese Hilfe anbieten zu können, sind jedoch neben der ehrenamtlichen Tätigkeit im Laufe eines Jahres erhebliche Investitionen, z. B. in Aus- und Fortbildung, Fahrtkostenerstattung, Versicherungen für Mitarbeiter, Funkmelder und Einsatzbekleidung erforderlich.
Mit ihrer Spende unterstützt das Ehepaar Stath die Arbeit der ehrenamtlichen Notfallseelsorger in hohem Maße.

Weitere Informationen sowie Mitgliederanmeldungen finden Sie auf der Internetseite unter: www.notfallseelsorge-limburg-weilburg.de

Alois Heun, Martin Werner, Ewald Stath und Beate Stath sowie Hedi Sehr

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