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Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V.

News

18.01.2010 Notfallseelsorge Limburg-Weilburg zertifiziert

Als vor ca. 16 Jahren die ersten Notfallseelsorgen in Deutschland und auch in unserem Bundesland Hessen entstanden, war „Learning by Doing“ angesagt. Im Laufe der Zeit entwickelten die einzelnen Rettungsorganisationen, darunter auch der Malteser Hilfsdienst, immer wieder neue Kriterien zur Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer.

Auch bei der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg nahm die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter/innen seit der Gründung im September 1996 einen hohen Stellenwert ein. So konnten in den vergangenen Tagen acht Mitarbeiter/innen durch das „Kit-Upgrade-Seminar“ mit einer entsprechenden Prüfung die Qualifizierung zur offiziellen Mitarbeit in einem Kit-Team des weltweit tätigen Malteser Hilfsdienstes erlangen.

Das Ausbildungsprogramm verlangte von allen Teilnehmern ein hohes Maß an Ausbildung in vielen Bereichen. Die Themen Aufbau und Struktur der Psychosozialen Unterstützung, Stress, Psychotraumatologie, Kommunikation, Psychiatrische Grenzbereiche, kulturelle religiöse Hintergründe. Suizid, das Überbringen einer Todesnachricht, Tod eines Kindes, Verkehrsunfall und Großschadenlage sowie die Betreuung von Kindern stellten den zu prüfenden Background dar.

Die beiden Ausbilder Marita Wedi (Münster) und Rainer Boos (Regensburg) bescheinigten allen Teilnehmern ein fundiertes Fachwissen gepaart mit der Erfahrung durch viele Einsätze. Bei der abschließenden Prüfung mussten alle Teilnehmer/innen zu einem entsprechenden Einsatzszenario die entsprechende Vorgehensweise schildern.

Besonders dankbar ist die Mitarbeitergruppe, dass die mehrtägige Fortbildung im Seniorenwohnheim „carpe diem“ in Niederselters durchgeführt werden konnte und durch finanzielle Mittel der NASPA-Stiftung unterstützt wurde.

Die Mitarbeiter/innen waren im vergangenen Jahr 2009 in 144 protokollierten Einsätzen tätig und konnten 667 Menschen in Notsituationen betreuen. Aus- und Weiterbildung geht nicht zum Nulltarif und so ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Aber nicht alleine die finanzielle Seite ist wichtig, gesucht werden auch Menschen, die sich für eine Mitarbeit interessieren und nach einer entsprechenden Ausbildung in die Arbeit einsteigen können.
Wer Fragen dazu hat kann sich mit der Vorsitzenden Hedi Sehr, Beselich-Obertiefenbach (0171-21 466 04) oder dem stellvertretenden Vorsitzenden Alois Heun, Waldbrunn-Hintermeilingen (0170-3808117) in Verbindung setzen.


(von links) Dekan Pfarrer Ulrich Reichard (Ev. Notfallseelsorger Dekanat Weilburg und Runkel), Ausbilder Rainer Boos (Malteser Hilfsdienst aus Regensburg), Liselotte Schätzig (Waldbrunn-Ellar), Josef Rohe (Nentershausen), Iris Schickel (Selters-Niederselters), Hedi Sehr (Beselich-Obertiefenbach), Thomas Hilpisch (Hadamar-Niederzeuzheim), 
sitzend: Claudia Streng (Mengerskirchen-Waldernbach), Alois Heun (Waldbrunn-Hintermeilingen) und Ausbilderin und Psychologin Marita Wedi (Ausbilderin Malteser Hilfsdienst aus Münster).  

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