Herz der Notfallseelsorge feiert 60.

13.01.2013 - JUBILÄUM. Hedi Sehr steht in schweren Zeit bei. Beim Malen entspannt die Wahl-Obertiefenbacherin

Beselich-Obertiefenbach (mhz). Sie ist das Herz der Notafallseelsorge im Kreis Limburg-Weilburg: Hedi Sehr. am Sonntag feiert sie im Obertiefenbacher Pfarrheim "Alte Schule" ihren 60. Geburtstag.

Unermüdlich steht sie in Notlage geratenen Mitmenschen bei und als langjährige Vorsitzende der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg in besonderer Weise ihre Frau.

Ihr ehrenamtliches Engagement begann die mit Moselwasser getaufte Hedi Sehr in den 70er Jahren in ihrer Wahlheimat Obertiefenbach als Mitbegründerin der katholischen Frauengruppe "St. Christiana", der sie einige Jahre vorstand. In der Feuerwehr, der sie animiert durch ihren Gatten, beitrat, arbeitete sie aktiv und als Pressewartin im Vorstand. Im Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg, dem Franz-Josef Sehr einige Jahre vorstand, wirkte sie zehn Jahre im Arbeitskreis Brandschutzerziehung mit und gab ihre Kenntnisse in Kindergärten und in der Grundschule weiter. Sie erwarb das goldene Leistungsabzeichen und wirkte als ausgebildete Sanitäterin.

Im Feuerwehrdienst wurde sie mit der Notsituation von Unfallopfern und Angehörigen wie auch der Stressbewältigung der Einsatzkräften konfrontiert. Sie zählte 1996 zu den Gründern der Notfallseelsorge im Kreis Limburg-Weilburg und war zunächst Schriftführerin bis sie zur stellvertretenden Vorsitzenden und schließlich zur Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde, der Betroffenen in ihren schweren Stunden zur Seite steht und Einsatzkräfte auf Extremsituationen vorbereitet. Im vergangenen Jahr wurde Sehr für weitere drei Jahre als Vorsitzende bestätigt.

Weitere drei Jahre an der Spitze

Kürzlich hat sie mit einem Autorenteam des Vereins ein Büchlein herausgebracht, das Kindern im Umgang mit dem Tod helfen soll.

Ihre berufliche Laufbahn hatte Sehr nach dem Besuch der Berufsfachschule in Koblenz als Verwaltungsangestellte bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz begonnen und war nach zweijähriger Tätigkeit zur Landsiedlung in Koblenz gewechselt, wo sie als Sachbearbeiterin für Aussiedlungsverfahren tätig war. Als sie 1972 Franz-Josef Sehr kennenlernte, mit dem sie ein Jahr später die Ringe tauschte, verschlug es sie nach Obertiefenbach. Bis zur Geburt ihrer ersten Tochter Manuela war sie bei der Kirchenzeitung "Der Sonntag" in Limburg tätig. Nach einer beruflichen Pause startete sie in der Kundenbetreuung eines Obertiefenbacher Autohauses eine neue berufliche Laufbahn.

Die Familie vergrößerte sich durch die Geburt der zweiten Tochter Claudia und Sohn Stefan. In der Zeit ihrer "Vollbeschäftigung" hatte Hedi Sehr Familie, Beruf, Haustiere und Garten, ehrenamtliche Tätigkeiten in der Pfarrgemeinde "St. Ägidius" Obertiefenbach und in der Feuerwehr wie auch die freie Mitarbeit bei den Lokalzeitungen unter einen Hut zu bringen, was ihr einiges abverlangte. In ihren Hobbys Fotografie und Malen fand sie Abwechslung vom beruflichen und ehrenamtlichen Stress.

Fast zehn Jahre lang war sie auch aktives Mitglied der Fastnachtsgarde der Obertiefenbacher Vereine. Erholung gönnt sie sich zusammen mit ihrem Gatten auf ihrer Trauminsel Teneriffa und bei Touren an Mosel und Rhein und in die Pfalz. Durch die Geburt ihres ersten Enkels Jakob ist sie seit fünf Jahren auch glückliche Großmutter.

Mit freundlicher Genehmigung des Weilburger Tageblatts.

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Notfallseelsorge Limburg-Weilburg e.V.
Hedi Sehr
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65614 Beselich-Obertiefenbach

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