Ehrenamtliche betreuen 554 Hilfebedürftige

10.03.2013 - Runkel/Limburg-Weilburg (mb). 127 Einsätze haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg im vergangenen Jahr geleistet. Das teilte Vorsitzende Hedi Sehr bei der Jahreshauptversammlung mit.

Sehr begrüßte in der Runkeler Stadthalle zahlreiche Gäste, darunter auch Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD), den Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung, Kreisbrandinspektor Georg Hauch und Vertreter von Polizei, DRK, DLRG, Malteser Hilfsdienst, Jugendfeuerwehr sowie für die Dekanate Weilburg und Runkel Pfarrer Ulrich Finger und Christian Harms. Auch Notfallseelsorge-Gründer Pfarrer Bernd-Volker Sponholz war anwesend.

"Was wäre eine Gesellschaft ohne die Ehrenamtlichen?", fragte Friedhelm Bender und dankte für die Mitmenschlichkeit der Aktiven, die sich um in Not geratene Menschen kümmern. Sie seien "Botschafter der Seele", fügte Helmut Jung an.

260 Mitglieder sind dabei

Die Notfallseelsorge zählt 260 Mitglieder. 21 Mitarbeiter haben im zurückliegenden Jahr 127 Einsätze geleistet und dabei 554 Menschen betreut. Vordergründig in der Arbeit der Notfallseelsorge ist nach wie vor die Betreuung von Betroffenen und Angehörigen. Wie Hedi Sehr schilderte, wurde 17 Mal eine Todesnachricht überbracht, 13 erfolglose Reanimationen betreut, acht Verkehrsunfälle mit Todesfolge begleitet und bei fünf Verkehrsunfällen die Verunfallten betreut. Nach elf Selbstmorden und zwei versuchten Suiziden wurden Angehörige betreut, ebenso bei 32 Todesfällen im häuslichen Bereich. Dazu kamen 16 Folgeeinsätze, 22 sonstige Einsätze und eine Einsatznachbesprechung. Bei diesem speziellen Einsatz ging es um den Unfalltod einer jungen Frau, die bei diesem Unfall zwei eigene und zwei verwandte Kinder im Fahrzeug hatte. Die Kinder überlebten diesen Verkehrsunfall. Die Notfallseelsorge war anzahlmäßig tätig in: Bad Camberg 17 Mal, Beselich 4, Brechen 7, Dornburg 8, Elbtal 1, Elz 4, Hadamar 4, Hünfelden 8, Limburg 14, Löhnberg 2, Mengerskirchen 7, Merenberg 2, Runkel 4, Selters 5, Villmar 6, Waldbrunn 8, Weilburg 18, Weilmünster 4 und Weinbach 4.

2887 Stunden für alle Tätigkeiten wurden geleistet. Die Ausbildung in Psychosozialer Notfallversorgung haben die Mitarbeiterinnen Elisabeth Geller (Elkerhausen), Bärbel Kuhn (Würges), Eva Quillmann (Weilmünster) und Gabriele Schmidt (Frickhofen) an vier Wochenenden über die Malteserschule in Obertshausen erfahren. Ebenfalls in Obertshausen waren Ute Bendel (Dauborn) und Ingrid Stockmann (Waldernbach) zur Basisausbildung.

Als Dank für fünfjährige Mitarbeit wurden Elisabeth Geller und Silke Fuchs geehrt. Weiterhin wurde das neue Büchlein "Jakob, Katharina und Paul nehmen Abschied von Opa Karl" vorgestellt, das die Notfallseelsorge herausgegeben hat. Auch in diesem Jahr stehen wieder Fortbildungen, Vorträge und die Werbung neuer Mitglieder auf dem Plan.

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